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Gartner Top 10 Strategic Technology Trends 2018

Nachdem wir uns die Trends jedes Jahr, wenn Gartner seine Top 10 herausgibt, anschauen und versuchen, in verständliches Deutsch zu übersetzen, habe ich mir gedacht, dass wir unsere Zusammenfassung auch unseren Blog-Lesern zur Verfügung stellen könnten.

Über Anregungen und Erweiterungen sind wir durchaus dankbar!

Erweiterte Realität

Künstliche Intelligenz nützen (AI Foundation)

Künstliche Intelligenz (AI) und fortgeschrittenes maschinelles Lernen bestehen aus vielen Technologien und fortschrittlichen Techniken, die über traditionelle regelbasierte Algorithmen hinausgehen, um Systeme zu schaffen, die verstehen, lernen, vorhersagen, anpassen und potenziell autonom arbeiten. Das macht intelligente Maschinen »intelligent«.

Künstliche Intelligenz ist mittlerweile so weit fortgeschritten, sodass sie künftig dazu eingesetzt werden kann, die Entscheidungsfindung zu verbessern, Geschäftsmodelle und Ökosysteme neu zu erfinden und die Kundenerfahrung neu zu gestalten.

Mit anderen Worten wird Artificial Intelligence „erwachsen“. Es sind nicht mehr nur hochgradig experimentelle Lösungen, die dem F&E-Bereich zuzuordnen sind, sondern maschinelles Lernen kann mittlerweile gezielt für bestimmte Aufgaben eingesetzt werden (z. B. das Verstehen der Sprache oder das Führen eines Fahrzeugs in einer kontrollierten Umgebung) - mit ausgewählten Algorithmen, die für diese Aufgabe optimiert sind.

Angesichts der stetig steigenden Anfragen ist klar, dass das Interesse wächst. Eine kürzlich durchgeführte Gartner-Umfrage ergab, dass 59% der Unternehmen immer noch Informationen sammeln, um ihre KI-Strategien aufzubauen, während die übrigen bereits Fortschritte bei der Pilotierung oder Einführung von KI-Lösungen gemacht haben.

Intelligente Apps and Analytics

Intelligente Apps wie VPAs (virtuelle persönliche Assistenten) führen einige Funktionen eines menschlichen Assistenten durch, die alltägliche Aufgaben erleichtern (z.B. durch die Priorisierung von E-Mails) und machen so deren Nutzung effektiver (indem sie die wichtigsten Inhalte und Interaktionen hervorheben).

Andere intelligente Apps wie virtuelle Kundenassistenten sind spezialisiert auf Aufgaben in Bereichen wie Vertrieb und Kundenservice. So haben diese intelligenten Apps das Potenzial, die Art der Arbeit und Struktur des Arbeitsplatzes zu verändern.

»In den nächsten 10 Jahren wird praktisch jede App, jede Anwendung und jedes Service ein bisschen AI enthalten«, so Gartner. »Dies wird einen langfristigen Trend bilden, der die Anwendung von AI und das maschinelle Lernen für Apps und Dienstleistungen kontinuierlich weiterentwickelt und erweitert.«

Intelligente Dinge

Schon heute gibt es autonome Fahrzeuge, versierte Roboter oder virtuelle Assistenten. In Zukunft werden wir noch deutlich mehr dieser „smarten“ Helfer sehen – egal, ob sie den Alltag erleichtern oder die Kombination aus Kontextsensitivität, Datenanalyse und autonomem Handeln die unternehmensinternen Prozesse verbessert. „Die Ära der intelligenten Maschinen wird die disruptivste in der Geschichte der IT sein“, prophezeit Gartner.

Googles selbstfahrender Zweisitzer kommt ohne Lenkrad und Bremse aus.
Die Ära der Drohnen, Roboter und autonomen Fahrzeuge erlebt einen gehörigen Aufschwung. Das Internet of Things wird bald schon fester Bestandteil im eigenen Zuhause, in Fabriken und in medizinischen Einrichtungen. Auch die Arbeitsteilung und Kommunikation unter den Dingen wird keine Seltenheit mehr bleiben.

Digitale Zwillinge

Ein digitaler Zwilling ist ein dynamisches Softwaremodell einer physischen Sache oder eines Systems, das auf Sensordaten beruht, um seinen Zustand zu verstehen, auf Veränderungen zu reagieren, Operationen zu verbessern und Wert zu schaffen.

Digitale Zwillinge beinhalten eine Kombination von Metadaten (zB Klassifikation, Komposition und Struktur), Zustand oder Zustand (zB Ort und Temperatur), Ereignisdaten (zB Zeitreihen) und Analysen (zB Algorithmen und Regeln).

Innerhalb von drei bis fünf Jahren werden Hunderte von Millionen von Dingen durch digitale Zwillinge vertreten sein. Organisationen werden digitale Zwillinge verwenden, um proaktiv zu reparieren und zu planen, um Service-Service zu planen, Fertigungsprozesse zu planen, Fabriken zu betreiben, Geräteausfälle vorherzusagen oder die betriebliche Effizienz zu steigern und eine verbesserte Produktentwicklung durchzuführen. Als solche werden digitale Zwillinge schließlich Proxies für die Kombination von Fachkräften und traditionellen Überwachungsgeräten und Kontrollen (z. B. Druckmessgeräte, Druckventile).

Cloud to the Edge

Unter Edge-Computing versteht man eine Technologie, die versucht, Daten, die über Sensoren oder Datenerfassungsgeräte aufgenommen werden, möglichst nahe an ihrem Entstehungsort zu verarbeiten. Es geht darum, möglichst wenig Rohdaten (die meistens groß sind), über das Netzwerk zu verteilen, sondern möglichst kleine Nutzdaten zu generieren, die dann auch tatsächlich benötigt werden.
Nun geht es darum, die Prinzipien, die Cloud-Computing zugrunde liegen, auch bei der dezentralen Datenverarbeitung einzusetzen.

Das sind unter anderen:
  • Skalierbarkeit
  • Service-Orientierung
  • Kontrolle durch den Benutzer

Konversationelle Systeme

Konversation übers Internet oder über Maschinen zu betreiben ist zwar heute schon weit fortgeschritten, aber nicht dasselbe, wie ein natürliches Gespräch mit einer anderen Person.

Es geht um Lösungen, die eine Frage oder einen Befehl vom Benutzer aufnehmen und beantworten können, indem sie eine Funktion ausführen, Inhalte bereitstellen oder nach zusätzlicher Eingabe fragen. In den nächsten Jahren werden Konversationsschnittstellen zu einem primären Designziel für die Benutzerinteraktion werden und in dedizierter Hard- und Software bereitgestellt werden.

Konversationen zwischen Mensch und Maschine nehmen komplexe Züge an. In Zukunft passt sich nicht mehr der Mensch an den Computer an, sondern umgekehrt. Der Computer hört zu und ist in der Lage die gewünschten Ergebnisse zu liefern.

Immersive Benutzererfahrung

Als virtuelle Realität, kurz VR, wird die Darstellung und gleichzeitige Wahrnehmung der Wirklichkeit und ihrer physikalischen Eigenschaften in einer in Echtzeit computergenerierten, interaktiven virtuellen Umgebung bezeichnet.

Erweiterte Realität, „augmented reality“ ermöglicht es, mit Smartphones oder anderen Geräten der aktuell wahrgenommenen Umgebung zusätzliche Informationen hinzuzufügen. Das können Filme, Texte, virtual Reality oder vieles mehr sein. Diese zusätzlichen Informationen erscheinen orchestriert und verschmelzen mit den reellen Räumen.

Mixed Reality sorgt für eine veränderte Wahrnehmung der eigenen Umgebung und lässt Individuen auf eine neue Art und Weise miteinander interagieren, indem reelle und digitale Informationen gemeinsam genutzt werden, um so – vor allem in Kombination mit Gesprächsplattformen und Smartphones – zu einer neuen Benutzererfahrung führen. 

Blockchain

Unter einer Blockchain (auch Block Chain, englisch für Blockkette) wird eine Datenbank verstanden, deren Integrität (Sicherung gegen nachträgliche Manipulation) durch Speicherung des Hashwertes des vorangehenden Datensatzes im jeweils nachfolgenden gesichert ist.

Das Verfahren ist die technische Basis für sogenannte Kryptowährungen (wie zum Beispiel Bitcoins), kann aber ggf. darüber hinaus in verteilten Systemen zur Verbesserung/Vereinfachung der Transaktionssicherheit im Vergleich zu zentralen Systemen beitragen.

Für die Zukunft prognostiziert Gartner eine Weiterentwicklung der Blockchain-Technologie und einen vermehrten Einsatz - zum Beispiel in Form von Smart Contracts, wobei Vertragseinzelheiten und deren Einhaltung automatisch überprüft und ggf. - bei Ausbleiben einer Zahlung - automatisch Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, wie zum Beispiel die automatische Sperrung von Streaming-Zugängen für Musikportale.

Derzeit übersteigen die Erwartungen in Blockchain allerdings die Realität dessen, was bereits umgesetzt worden ist. Es ist daher zu erwarten, dass die Technologie in den nächsten 2-3 Jahren noch unausgereift sein wird.

Ereignisorientierung

Grundsätzlich kann jedes Ereignis, das digital verarbeitet wird, dazu genutzt werden, digitale Entscheidungen zu treffen. Je mehr Ereignisse digital vorliegen und je besser diese miteinander vernetzt werden, umso besser wird auch die Entscheidungsfindung.

Mit dem Aufkommen von künstlicher Intelligenz, dem Internet der Dinge und anderen Technologien können Geschäftsereignisse schneller erkannt und genauer analysiert werden (vor allem weil mehr Informationen gespeichert werden).

Laut Gartner sollten Unternehmen "Event Thinking" als Teil einer digitalen Geschäftsstrategie annehmen. Bis zum Jahr 2020 wird ein situationsbezogenes Echtzeit-Situationsbewusstsein für 80% der digitalen Geschäftslösungen erforderlich sein, und 80% der neuen Geschäfts-Ökosysteme werden Unterstützung für die Ereignisverarbeitung benötigen.

Kontinuierliche adaptive Risiko- und Vertrauensabschätzung

Digitales Geschäft schafft eine komplexe, sich entwickelnde Sicherheitsumgebung. Der Einsatz immer anspruchsvollerer Werkzeuge erhöht das Bedrohungspotenzial. Die kontinuierliche adaptive Risiko- und Vertrauensabschätzung (CARTA) ermöglicht eine Echtzeit-, Risiko- und Vertrauensbasierte Entscheidungsfindung mit adaptiven Antworten auf sicherheitsfördernde digitale Geschäftsprozesse.
Langsam dringt die Erkenntnis, dass es im Netz keine allumfassende Sicherheit gibt – und dass man im Versuch, diese zu etablieren, Fortschritte verhindert – zu immer mehr Unternehmen durch. „Segmente und Firewalls reichen nicht mehr aus; jede App muss ich-bewusste und selbstschützende Funktionalitäten aufweisen.“

Adaptive Sicherheit bedeutet menschenzentrierte Sicherheit und die Befähigung von Entwicklern, Verantwortung für Sicherheitsmaßnahmen zu übernehmen. Die Integration von Sicherheit in Ihre DevOps-Bestrebungen (Prozessverbesserungs-Ansatz - Kunstwort aus den Begriffen Development und IT Operations), einen kontinuierlichen "DevSecOps" -Prozess zu liefern und Täuschungstechnologien (z. B. adaptive Honeypots) zu erforschen, um Bösewichte zu erfassen, die in Ihr Netzwerk eingedrungen sind, sind zwei der neuen Techniken, mit denen CARTA Wirklichkeit wird.


Ist doch cool, oder?

LG,
Sabine

Verfasst: 30.10.2017 00:48:45 von Sabine Stiller
Tags: Artificial Intelligence, Cloud, Digitaler Zwilling, Gartner, künstliche Intelligenz, Technologie, Trends

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